Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass die Lohnlücke in Deutschland gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn im Jahr 2015 immer noch 21 Prozent betrug. Das bedeutet, dass Frauen umgerechnet 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), also bis zum 18. März 2017 umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Wie bereits in den Vorjahren finden im Vorfeld und direkt am Equal Pay Day bundesweit zahlreiche Aktionen statt. Aufklärung ist hier noch wichtig und notwendig, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hamminkeln, Stefanie Werner. Gemeinsam mit mehreren Unternehmerinnen im Stadtgebiet Hamminkeln, wird zumindest ein kleiner Schritt in diese Richtung getan.

Am Samstag, den 18.03.2017 wurden in den teilnehmenden Geschäften (z.B. Buchhandlung Kammer, Diersfordter Str. 4 in Hamminkeln) Stofftaschen mit entsprechendem Aufklärungsmaterial zum Anlass des Aktionstages ausgegeben.

„Rote Taschen“ wurden als Sinnbild für die roten Zahlen in der Geldbörse von Frauen verteilt

Auch die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel und die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel zeigten in diesem Jahr wieder Flagge. Anlässlich des 10. Equal Pay Days wurde im gesamten Kreisgebiet an den Rathäusern und dem Kreishaus die Equal Pay Day-Flagge gehisst.

https://www.kreis-wesel.de/de/presse/der-equal-pay-day-2017-endlich-partnerschaftlich-durchstarten/

Die Gleichstellungsstelle Dorsten bietet zum Thema „Wie die Arbeit so der Lohn?“ am 25.03.2017 von 17.00 – 18.30 Uhr einen historischen Frauenstadtrundgang (nicht nur für Frauen) unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Vera Konieczka durch die Dorstener Altstadt an. Der Start ist am Alten Rathaus, Markt 1, 46282 Dorsten
http://www.equalpayday.de/aktionslandkarte/filter/?tx_browser_pi1[showUid]=744&cHash=5979f76e3ace5b29af22627c1f94fc77

Schon am 08. März 2017 hat der Lokalkompass zum internationalen Weltfrauentag mit einem Artikel darauf aufmerksam gemacht. Die NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) z.B. fordert mehr für die Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern zu tun.

http://www.lokalkompass.de/wesel/politik/zum-internationalen-frauentag-ngg-fordert-lohngerechtigkeit-im-kreis-wesel-d742263.html

In Zusammenhang mit dem Equal Pay Day ist häufig von dem Gender Pay Gap (kurz GPG) die Rede. Mit anderen Worten, der Geschlechter-Einkommenslücke, dem geschlechtsspezifischen Lohnunterschied oder auch dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle. Der GPG beschreibt die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und Männern und wird als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Brutto-Stundenlohns der Männer angegeben.